Jochen Pankrath

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Jochen Pankrath wurde 1981 in Roding geboren. Aufgewachsen ist er jedoch in Fürth/Nürnberg, wo er immer noch lebt und arbeitet. Dort absolvierte er von 2002 bis 2003 eine Ausbildung an der Werkbund Werkstatt Nürnberg e.V., bevor er von 2003 bis 2009 freie Malerei bei Ralph Fleck an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg studierte. Während des Studiums nahm er an einigen Gruppenausstellungen wie zum Beispiel dem „Kunstpreis junger westen 2005“ teil und erhielt unter anderem das Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes. Das Studium schloss er als Meisterschüler ab und arbeitet seitdem als freischaffender Maler. Neben anderen Kunstpreisen erhielt Jochen Pankrath 2013 den Kunstpreis der Nürnberger Nachrichten und im Folgejahr wurde er mit dem Wolfram-von-Eschenbach Förderpreis ausgezeichnet.

Von 2015 bis 2017 war er Dozent für Malerei an der Sommerakademie Neuburg an der Donau. Pankraths Arbeiten befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen wie der Albrecht-Dürer-Stiftung, dem Koo House (Südkorea) oder der Deutschen Bundesbank. Das Thema, dem Jochen Pankrath seit seinen ersten Malversuchen nachspürt ist die Farbe selbst und damit das Thema „Bild“. Um die Aufgaben, die er sich selbst stellt zu erforschen bedient er sich der traditionellen Themen der Kunstgeschichte wie Figur, Stillleben und Landschaft. Also der Figuration. Da aber sämtliche figurative Malerei letztlich aus Farbe besteht und ebenso wie ungegenständliche Malerei letztendlich Abstraktion ist, arbeitet Pankrath zusätzlich mit „gefundenen Bildern“. Paletten und zufällig entstandene Farbarrangements werden von ihm aufgenommen und durch Ergänzung mit gegenständlicher Malerei zu einem Bild komponiert. Dabei ist klar: Gemaltes ist nicht real, sondern entspringt der Gedankenwelt des Malers, welche im Zusammenspiel mit Farbe eine nur auf der Leinwand existente Wirklichkeit erschafft. Es entstehen Denkbilder, die unseren Umgang mit der aus Farbe erschaffenen Bildrealität hinterfragen und mitunter an Surrealisten wie René Magritte erinnern. Denn ein Bild ist nie der reale Gegenstand, es ist lediglich ein Abbild und, am Ende, schlicht Farbe auf Leinwand. „So einfach ist das manchmal. Man malt, was man sieht und verschiebt ein wenig die Realität, rückt sie ins Traumhafte, ins Glaubhafte, um mehr vom Leben zu verstehen“, hat Johannes Hüppi einst im Bezug auf Jochen Pankraths Arbeiten bemerkt.