Zeichnungen von Max Schwimmer

Max Schwimmer (1895-1960)
Zeichnungen

Die Zeichnung begegnet bei Max Schwimmer als Skizze, Vorzeichnung und selbstständiges Kunstwerk. Si bildete für ihn ein wesentliches Mittel künstlerischen Ausdrucks. Das Zeichnen verstand Schwimmer dabei zugleich als kontinuierliche „Fingerübung“. Charakteristisch für seine Arbeitsweise war die rasche Umsetzung einer einmal gefassten bildnerischen Vorstellung. Entsprach das Ergebnis nicht seinen Vorstellungen, begann er häufig auf einem neuen Blatt, anstatt umfangreiche Korrekturen vorzunehmen. So entstanden insbesondere im Zusammenhang mit seinen Buchillustrationen zahlreiche Skizzen und Varianten eines Motivs.

Eine besondere Bedeutung kam dabei dem Arbeiten aus dem Gedächtnis zu. Schwimmer nahm Formen und Bewegungsabläufe zunächst durch genaue Beobachtung auf, ohne sie unmittelbar zeichnerisch festhalten zu müssen. Das Wahrgenommene konnte im Gedächtnis fortbestehen und erst später in die Zeichnung einfließen. Formal äußert sich diese Arbeitsweise in einer sicheren und beweglichen, häufig rasch geführten Linie, mit der Figuren und Bewegungen mit wenigen Strichen erfasst werden. Als bevorzugtes Zeichenmittel verwendete Schwimmer den Bleistift, daneben kamen Kreide, kolorierte Zeichnungen und Aquarelle zum Einsatz. Einen besonderen Stellenwert nahm zudem die Buchillustration ein. Dabei beschränkte sich die Zeichnung nicht auf eine bloße Wiedergabe des literarischen Stoffes, sondern entwickelte im Zusammenspiel mit diesem eine eigenständige bildnerische Ausdrucksform.

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